Fundis die Zähne zeigen!

Am 18. April nach München!

Für den 18. April steht in München wieder eine der zentralen Veranstaltungen der Anti-Choice-Bewegung im deutschsprachigen Raum auf dem Programm: der „Marsch fürs Leben“. Was als familienfreundliches Großevent mit bunten Luftballons und schunkelkompatibler Musik angekündigt ist, wird auch dieses Mal ein breites, antifeministisches Patchwork-Spektrum von radikalen AbtreibungsgegnerInnen, christlichen Fundis, Konservativen sowie extrem rechten Akteuren wie der AfD oder völkische Burschenschaften zusammenbringen. Was sie eint ist der Antifeminismus – als ideologischer Kitt schafft er es, verschiedenste Spektren von der bürgerlichen „Mitte“ bis hin zur klassischen extremen Rechten und religiös-fundamentalistischen Milieus zu verbinden.

Hinter der bunten Familienausflugsinszenierung steckt ein misogynes und queerfeindliches Gesellschaftsprogramm. Denn der Anti-Choice Bewegung geht es dabei nicht nur um ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Was zunächst wie ein „Single Issue“ Protest anmutet, ist in Wirklichkeit eng in ein zutiefst reaktionäres und patriarchales Weltbild eingebettet, das eng mit rassistischen, nationalistischen und antisemitischen Vorstellungen verknüpft ist. Es ist hierbei kein Zufall dass der Antifeminismus einer der ideologischen Motoren des Rechtsrucks ist. Er vermag es, sowohl bürgerliche Resonanzräume als auch völkisch-nationalistische Fantasien zu bedienen und hält das Dreieck christlich – bürgerlich – rechtsaußen zusammen.
Unsere Antwort auf diese reaktionäre Liaison heißt Feminismus. Es geht uns dabei nicht nur darum, feministische Errungenschaften vor einem reaktionären Rollback zu verteidigen: uns geht’s um etwas Besseres als den patriarchalen Status Quo. Wir wollen ein Leben jenseits kapitalistischer Verwertungslogik und Konkurrenz, jenseits der Enge der patriarchalen und heteronormativen Ordnung!
Kommt am 18. April mit uns auf die Straße für sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung und für ein Ende patriarchaler Zurichtung und Gewalt!

Make Feminism A Threat!

Die feministische Demo startet um 11 Uhr am Odeonsplatz

 

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