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Der 2. wahhabitische Staat: Aufstieg des „islamischen Staates“ im Irak und Syrien

4. Dezember 2014 @ 20:00

Die Veranstaltung mit dem Referenten Attila Steinberger widmetsich den Ursprüngen von ISIS und wirft dabei einen größeren Blick auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Irak und Syrien unter besonderer Beachtung der ethnischen Konflikte.

Der erste wahhabitische Staat, Saudi-Arabien, besteht leider seit 1902. Der Stamm der Saud hat sich mit wahhabitischen Klerikern bereits im18. Jahrhundert verbündet und im 20. Jahrhundert um salafistische Theologen (AlAlbani, bin Baaz, al Uthaymeen, Madhkali) erweitert um die Herrschaft an sich zu reißen oder zu erhalten. Auch in anderen Ländern gründeten Salafisten Organisationen, z.B. Al Albani in Syrien oder besonders kurdische Salafisten im Nordirak. Im Gegensatz zu Islamisten ging es den Salafis nie darum gesellschaftliche Probleme zu lösen. Ihnen schwebten nur Fragen nach Legitimität und Souveränität vor. Abweichler von ihrer Ideologie diskriminierensie als Ketzer, was bis hin zum Mord ausartet. So verkommt ihre ach so göttliche Ideologie nur zu Identitätskonflikten, die allen Ecken der Welt sich mit ethnischen Konflikten verbindet.

In Irak und Syrien ist genau dies der Fall. Unter Saddam Hussein wurden Kurden und Schiiten verfolgt und der Baathismus zunehmend islamisiert. Zu Beginn war ISIS im Irak nur eine kleine Al Qaida-Gruppe, die erst dann Auftrieb erhielt als sie auf Christen, Yesiden und Schiiten losging und damit das Erbe aus der Saddam-Zeit antrat. Wie der restliche irakische Widerstand wurde Al Qaida dezimiert, konnte sich aber ab 2011 in Syrien reorganisieren – unter Mitwirkung von Saudi-Arabien, Qatar, der Türkei und den USA.

Antifa AK Köln( „ums Ganze!“ Bündnis)/ Infoladen Köln

Details

Datum:
4. Dezember 2014
Zeit:
20:00

Veranstaltungsort

LC 36 | Café zum Ludolph
Ludolph Camphausen Straße 36
Cologne, 50672 Germany

Veranstalter

Antifa AK Köln
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